Autokultur im Kalifornien-Style

Von GUIDO BELLBERG

Neulich sah ich ein paar Folgen der – enttäuschend langweiligen – TV-Umsetzung von „Jay Leno´s Garage“, der Youtube Show des beliebten Ex-Talkshow-Hosts. Dieses neue Format kann ich eher nur empfehlen, falls man unter Schlafstörungen leidet; die Fernsehsendung ist klischeehaft, langweilig und erstaunlich lieblos. Aber, und das ist ein großes aber, man bekommt einen guten Einblick in die fantastisch entspannte Autokultur Kaliforniens.

Ausgerechnet das politisch korrekteste Bundesland Amerikas, in dem es trotz Sonnenschein von besorgten Schneeflocken nur so wimmelt, könnte uns vielleicht als Vorbild dienen: Low-Rider, Muscle-Cars, alte deutsche Autos, Japaner, Hot-Rods – die Amerikaner lieben ihre Autos, egal, wo sie herkommen oder was sie gekostet haben. Jede noch so kleine Nische wird bedient und im Allgemeinen gilt vielleicht das Motto „Leben und leben lassen“.
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Kaiserlich: Den aktuellen Bentley GTC gibt es bald nur noch gebraucht

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Vor vier Jahren fuhren wir den Bentley GTC Speed mit eindrucksvoller Performance. Bei einem Ausflug durch die preußischen Schlösser und Gärten begleiteten wir Christine Prinzessin von Preußen mit der Video-Kamera. Die Pferdeanhängerin entdeckte dann auch einen folgenschweren Mangel. Der dürfte für Otto Normalverbraucher schwerer ins Gewicht fallen.  Gebrauchte Exemplare der ersten Generation gibt es derzeit ab 50.000 Euro. Wenn die dritte bald an den Start geht, könnte es bald ein wenig preiswerter werden. (Die schlechte Tonqualität bitten wir zu entschuldigen.) Continue reading “Kaiserlich: Den aktuellen Bentley GTC gibt es bald nur noch gebraucht”

Villa d´Este: Nur kein Neid!

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Kaum irgendwo gibt es soviel automobile Kultur wie Ende Mai am Comer See. Seit 1929 richtet die Villa d´Este den Concorso d´Eleganza aus, um – seien wir ehrlich – in der Vorsaison zu ordentlichen Preisen das Haus voll zu kriegen. Das Ergebnis ist trotzdem atemberaubend, auch wenn die Bayerischen Motorenwerke seit geraumer Zeit hinter den Kulissen unaufdringlich die Regie übernommen haben. Den Linken unter den Lesern sei gesagt: Kommerz produziert automobile Kultur, Sozialismus Trabbis. Und die Reichen und Schönen unterhalten ganz ohne staatliche Subventionen das automobile Kulturgut, das selbstverständlich der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Und hier können Sie kostenlos aber hoffentlich nicht umsonst den berühmten Drehmoment – Flickenteppich besichtigen, als ob Sie höchstselbst in Cernobbio mit dem Wasserflugzeug eingeflogen wären. Wo war eigentlich George? Continue reading “Villa d´Este: Nur kein Neid!”

24h Nürburgring: Wie die Mainstream-Medien eine Legende totschweigen

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Es ist eines der letzten Abenteuer unserer Zeit. 24 Stunden, rund 150 Teilnehmer, 22 km, 73 Kurven und bis zu 18% Steigung in der Vulkaneifel zogen 210.000 Zuschauer an. Ein packendes Rennen, bei Sonnenschein gestartet, im Regen über Nacht gefahren und im dichten Nebel beendet. Das sind die Ingredenzien, die aus einem Rennen ein Drama machen, zumal die zahlreichen Unfälle den Begriff “Abflüge” rechtfertigen. Niemand kann sich seines Sieges bis zur letzten Minute sicher sein. Den Mainstream-Medien ist
das allenfalls eine dpa-Meldung unter “ferner liefen” wert und in die Hauptnachrichten des TV schafft es die Legende auch nicht. Immerhin boten “RTL nitro” und Vodafone einen Livestream an. Schlechter Umgang mit einem nationalen Kulturgut. (Viele Fotos dank Robert Kah). Continue reading “24h Nürburgring: Wie die Mainstream-Medien eine Legende totschweigen”

Jugendliche mögen keine Autos – oder doch?

Das ist also so ein Ding, das keiner mag? Hmmm …

 

Von GUIDO BELLBERG

Vergangene Woche erreichte mich ein Artikel, für den ich hier bewusst keine Werbung machen möchte, nach dem immer mehr Menschen von Oldtimern angenervt seien. Begründung: diese seien laut und umweltschädlich. 

Verstehe. 

Nicht etwa die Heerscharen von Zweirädern, die pünktlich zum 1.4. eines jeden Jahres wieder auf die Straßen rollen, sondern die drei Oldtimer, die wahrscheinlich im Durchschnitt durch eine deutsche Stadt rollen und von denen (mindestens) zwei Motoren zwischen 13 und 26 PS besitzen. Die dann von älteren Herren behutsam durch die Lande pilotiert werden, meist mehr oder weniger lautlos.

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Im Besenwagen rund um Berlin

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Eine illustre Gesellschaft fand sich da bei der 13. AvD Rallye rund um Berlin auf den Rückbänken des AvD-Bullys zusammen und ließ sich die Laune vom Versagen der eigenen Technik nicht verderben. So hatten die 34 PS mit fünf gewichtigen Fachmännern aus der Klassikerszene zu kämpfen, die von einem attraktiveren Teammitglied begleitet wurden.  Doch nun von Anfang an: Los ging es nämlich vor dem deutschen Bundestag.
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A day at the races

Von DAN VON APPEN

Wann bist Du eigentlich das letzte Mal einfach losgefahren?Mit Deinem Klassiker, Youngtimer? Keine Ahnung von Technik und deshalb Angst, liegenzubleiben? Oder spekulierst Du mit Deinem Garagengold, der Weg zur Eisdiele ist nur einmal im Monat drin, wegen der Kilometer? Dein Partner sagt über Deine bessere Hälfte mit vier Rädern „zu laut, zu stickig, der stinkt, zu unsicher“? Elon Musk wird uns alle erlösen und zu besseren, autonom gefahrenen Menschen machen. Amen. Bis dahin lasst uns noch ein wenig selbstbestimmten mobilen Unsinn treiben, so wie George und Joao, die mit ihren bockelhart gefederten Morgan Plus 4 an einem Wochenende 1400 Kilometer von Berlin zu den Vintage Race Days in Rastede hin- und zurückfahren. Ich schließe mich mit meinem Triumph TR3 und Nina auf dem Beifahrersitz einfach an.

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CRC-Frühlingsrallye: Im Labyrinth der Wertungsprüfungen

Foto. Vivian J. Rheinheimer

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Zuverlässigkeitsrallyes mit klassischen Automobilen ist ein Breitensport. Von April bis Oktober finden jedes Jahr hunderte Ausfahrten statt, bei denen sich die Besatzungen in Gleichmässigkeitsprüfungen messen und die schönen Landschaften genießen. Dabei dominieren schöne Reminiszenzen an den Alltag der Siebziger und Achtziger Jahre die teuren Exoten, die es auch in den Auktionskatalog eines von RM Sothebys und Co. schaffen würden. Aber das macht auch den Charme von solchen Veranstaltungen aus, die es eben nicht wie die großen Rallyes in Zeitungen und Fachmedien schaffen. DREHMOMENT lässt Sie an den Ausfahrten dieser Helden des Alltags teilhaben, die die meisten Leser an die eigene Vergangenheit erinnert.  Beim Titelbild handelt es sich um ein Exponat einer untergegangenen französischem Luxuswelt: Ein 1948iger Delahaye 135 A Sport  Cabriolet.

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Der Grünen-Toni, ja er hasst das Auto

Von GUIDO BELLBERG

Anton Hofreiter hat ja bei den Grünen eine erstaunliche Karriere hingelegt. Erstaunlich deshalb, weil er eigentlich viel zu süß für den knallharten Politikbetrieb wirkt. Er hat so etwas niedlich-verschrobenes, so als sei er mit seiner langen, aber immer lichter werdenden, blonden Haarpracht geradewegs aus dem bayerischen Wald herausgewandert. Und zufällig in Berlin gelandet. Es gibt sicherlich unsympathischere Gestalten in der Politik, erst recht bei den Grünen. Umso erstaunlicher ist es daher, welch abgrundtiefen Hass der Herr Hofreiter gegen das Automobil in sich zu tragen scheint.

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